Dritter Sojus Flug vom Wostotschnij Kosmodrom erfolgreich

5 Deutsche Satelliten an Bord

Start der Suyuz mit Kanpus-V 3 + 4von Vostochny
Start der Suyuz mit Kanpus-V 3 + 4von Vostochny (Bild: Roscosmos)

Eine Sojus-Rakete, mit einer Fregat Oberstufe, die 11 russische, deutsche und US-amerikanische Satelliten in den Orbit beförderte, hob am Donnerstag vom Kosmodrom Wostotschnij im Osten Russlands ab. Dies war der erste Flug vom neuesten Weltraumbahnhof des Landes seit einem Fehlstart im November.

Die Sojus 2.1 Rakete hob am Donnerstag früh um 03:07 von Wostotschnij ab, dem neuen  Kosmodrom das nahe der Grenze zu China frisch erbaut wurde. Dies war erst der dritte Flug vom neuen Raumbahnhof aus.

Erfolgreicher Start nach Fehlschlag vor drei Monaten

Die Hauptnutzlasten des Fluges am Donnerstag waren die Erdbeobachtungssatelliten Kanopus-V 3 und 4. Die beiden Sonden, die jeweils etwa eine halbe Tonne wiegen, sollen die russische Regierung bei Katastropheneinsätzen, Kartierungen, der Erkennung von Waldbränden und der Überwachung von natürlichen Ressourcen unterstützen.

An Bord der Sojus-Rakete befanden sich zudem vier Lemur-2 Nanosatelliten für das kommerzielle Weltraumnetzwerk von Spire Global in den USA. Die Lemur-2 CubeSats werden Teil der Satellitenflotte von Spire sein, die atmosphärische Wetterbedingungen vermessen und den weltweiten Seeverkehr überwachen.

Fünf Fluggäste aus Deutschland an Bord

Zwei Satelliten der Kanopus Baureihe
Zwei Satelliten der Kanopus Baureihe (Bild: Roscosmos)

Weitere vier CubSats für die Technische Universität Berlin, die am Donnerstag gestartet wurden, werden ein experimentelles S-Band Inter-Satelliten-Kommunikationspaket installieren, das es zukünftigen Raumsonden ermöglichen könnte, ihre Missionen autonom durchzuführen. Jeder der S-Net-Satelliten wiegt etwa 8 Kilogramm. Das Quartett wird ein Jahr lang die S-Band-Link-Technologie erproben.

Ein weiterer deutscher Fluggast war der CubeSat D-Star One Phoenix, der von German Orbital Systems in Berlin in Zusammenarbeit mit der tschechischen Firma iSky Technology entwickelt wurde. Der Kleinstsatellit dient dem digitalen Amateurfunk.

Der Vorgänger D-Star One, war einer von insgesamt 19 Satelliten, die am 28. November letzten Jahres verloren gingen, als die damalige Fregat-Oberstufe zurück auf die Erde stürzte. Russische Ermittler befanden, daß der Unfall auf einen Programmierfehler im Fregat-Führungscomputer zurückzuführen war, der dazu führte, daß die Oberstufe nach dem Start inWostotschnij schlicht in die falsche Richtung – nämlich erdwärts – flog.

In Bezug auf die gestrige Mission vermeldete Roscosmos nun, daß alle Satelliten in ihre gewünschten Zielorbitale abgesetzt wurden.

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